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Sehenswertes in Marokko

Marrakesch

Marrakesch

Marrakesch, die „Rote Stadt“, ist das beliebteste Reiseziel in Marokko und zeichnet sich durch die schlängelnden Gassen der Medina und dem Treiben und Rummel der Basare aus. Westlich von Marokko gelegen ist Marrakesch eine uralte Kaiserstadt in den Berghängen des Atlas. Die Einwohner der Stadt sprechen Arabisch und Französisch, wobei die letztere Sprache noch das Erbe des französischen Protektorats am Anfang des 20. Jahrhunderts ist.

Eine Reise nach Marrakesch kann in dem Besucher, der seine überfüllten Basare, und die viel befahrenen Straßen, wo Motorräder auf Esel treffen, durchquert und die wahrhaftig lebendige Atmosphäre hautnah mitfühlt, einen Sturm der Gefühle auslösen. Erfreulicherweise verfügt die Stadt über ein großzügiges Freizeitangebot, um sich nach einem Spaziergang durch die Medina von Marrakesch zu entspannen. Besuchen Sie die zahlreichen Dachterrassen-Cafés und -Restaurants mit verblüffender Aussicht auf die Berge, und die Riads, also die Gästehäuser, die um einen Innenhof herum gebaut sind und somit eine ruhige Stimmung erzeugen.

Seinen Ursprung hat Marrakesch in der Zeit des Berber-Imperiums. Die Berber besiedelten die Stadt seit der Jungsteinzeit. Offiziell wurde die Stadt allerdings erst im 11. Jahrhundert während der Dynastie der Almoraviden gegründet. Ab diesem Zeitpunkt begann man mit dem Bau der alten Stadtmauern und der zahlreichen Gebäude in deren Inneren, die allesamt aus rotem Sandstein errichtet wurden.

Somit bekam die Stadt ihr einzigartiges Erscheinungsbild und den besonderen Spitznamen. Marrakesch wuchs im schnellen Rhythmus und etablierte sich im Handumdrehen als kulturelles, religiöses und kommerzielles Zentrum Nordwestafrikas. Während der goldenen Jahre der Dynastie der Saadier wurden viele Paläste und Monumente errichtet, wie zum Beispiel der alte el-Badi-Palast. Die reichen Sultane wurden in den kunstvoll verzierten Saadier-Gräbern beigesetzt. Heutzutage ist diese Sehenswürdigkeit eine der wichtigsten Ziele für Besucher, die eine Pauschalreise nach Marrakesch unternehmen.

Mit einer reichen und vielfältigen Geschichte funktioniert die gesamte Stadt wie ein riesiges Freilichtmuseum, wo an jeder Ecke die wichtigsten Traditionen Marrakeschs und die ihnen zugrunde liegende Kultur bewundert werden können. Wenn Sie sich zu Fuß in den Jamaa el-Fna Platz, also dem meistbesuchten Platz ganz Afrikas, begeben, kann es leicht passieren, dass Sie nicht wissen, wohin Sie zuerst hinschauen sollen; die belebten Stände, die Volkstänze, oder die eindrucksvolle Koutoubia-Moschee.

 

Sehenswürdigkeiten in Marrakesch

Keine Tour nach Marrakesch ist vollständig, ohne einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt besichtigt zu haben. Ein guter Ausgangspunkt ist der Yamma el-Fna Platz, wo Schlangenbeschwörer, Volkstänzer und berberische Musiker ihre Kunst zur Schau stellen. Gleichzeitig lockt der Ort mit einem großen kulinarischen Angebot. Verkosten Sie die marokkanischen Tajine-Gerichte, die in zahlreichen Restaurants und Imbisswagen, die nach Sonnenuntergang überall in der Stadt ihre Türen öffnen, gefunden werden können.

Wenn Sie das Glück haben sollten, diesen Platz an einem Freitagnachmittag zu besuchen, dann können Sie zusehen, wie riesige Gruppen von gläubigen Muslimen an den Freitagsgebeten teilnehmen, während religiöse Lehren aus den Lautsprechern ertönen und durch den gesamten Platz widerhallen.

Viele der Besucher, die eine Rundreise durch Marrakesch unternehmen, sind begeistert nachdem sie die labyrinthischen Basare der Medina besichtigt haben. Zweifellos ist das eine gute Gelegenheit, um in die lokale Kultur einzutauchen und einzigartige Erfahrungen zu sammeln. Die Basare locken nicht nur mit Läden, die Kleider und Handtaschen verkaufen, sondern auch mit einem regelrechten Markt der schwarzen Magie, wo eigenartige und faszinierende Gemische und Zaubertränke gekauft werden können.

Dabei ist es fast unmöglich, sich nicht zu verlaufen, da die schlängelnden Gassen Sie fast immer an den Ausgangspunkt zurückführen, während Sie Kunsthandwerkern bei ihrer Arbeit an Körben oder Textilien zusehen und an beschäftigten Streetfood-Verkäufern, die die Besitzer der lokalen Läden mit üppigen Mittagsgerichten versorgen, vorbeilaufen. Vergessen Sie nicht, bei Ihren Einkäufen in den Basaren von Marrakesch zu feilschen, da das Teil des Geschäftes ist.

Außerhalb der ummauerten Medina befindet sich die Neustadt, die auch Gueliz genannt wird. Hier ist der beliebte Jardin Majorelle Garten, einer der am meisten fotografierten Orte Marrakeschs, besonders sehenswert.

Neben dem Yves Saint-Laurent-Museum gelegen, ist der Jardin Majorelle eine schattige kleine Oase mitten im extravaganten Chaos der Stadt. Kaufen Sie eine kombinierte Eintrittskarte für beide Sehenswürdigkeiten. Besitzer dieses Gartens war einst der namenhafte Künstler Jacques Majorelle, der sich sein eigenes kleines Paradis mit tropischen Pflanzen, einem mit Bambus vor der Sonne geschützten Fußpfad und zahlreichen Brunnen anlegte. Das Herzstück des Gartens ist das emblematische kobaltblaue Gebäude, das das Berberische Museum beherbergt. Sollten Sie während Ihrer Marrakesch-Reise einen ruhigeren Tag erleben wollen, dann ist dieser Garten auf jeden Fall eine gute Wahl.

Die bemerkenswerteste Struktur im Stadtbild Marrakeschs ist, zweifellos, die Koutoubia Moschee, deren Minarett 77 Meter in die Höhe ragt. Somit ist sie das größte Gebäude der Medina und kein Bauprojekt darf ihre Höhe überschreiten, um die zentrale Bedeutung der Moschee intakt zu halten.

Im 12. Jahrhundert erbaut, zeichnet sich die Koutoubia Moschee vor allem durch das komplexe Kachelmosaik des Minaretts und den vergoldeten Kugelstab aus. Obwohl Nicht-Muslime die Moschee nicht betreten dürfen, kann sie von den üppigen Gärten, die sie umgeben, aus besichtigt werden. Außerdem können Sie auch von außen dem islamischen Gebetsruf zuhören, der in regelmäßigen Zeitabständen aus dem Minarett ertönt.

Kein Besuch in Marrakesch ist vollständig, ohne die Medersa Ben Youssef und den prächtigen Bahia-Palast, eine weitere Perle der Stadt, besucht zu haben. Letzterer ist vor allem wegen den bunten Kacheln und dekorierten Sälen bekannt. Die Anlage wurde im 19. Jahrhundert im Auftrag des Großwesirs Si Moussa erbaut und als Residenz und Unterhaltungsort für den marokkanischen Adel benutzt. Die Gärten und Gebäude des Palasts erfassen auf perfekte Weise die Essenz des islamischen und marokkanischen Stils, mit verzierten aus Holz geschnitzten Flachreliefs, Mosaikarbeiten und dekorativen Säulen. Ein Besuch im Bahia-Palast lädt Sie dazu ein, eine Zeitreise zu machen und sich wie ein echter Sultan zu fühlen, der sich im Innenhof entspannt und einen erfrischenden Pfefferminztee genießt.

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