Typische Gerichte aus

Costa Rica

Typische gerichte aus Costa Rica

Eine Fernreise nach Costa Rica ist immer auch eine kulinarische Reise, denn die costa-ricanische Küche ist eine Mischung dreier sehr unterschiedlichen Kulturen: die der amerikanischen Ureinwohner, die spanische und die afrikanische. Daher handelt es sich um eine Mischkochkunst, bei der die Zutaten, die in der Zeit vor der Entdeckung durch Kolumbus benutzt wurden, mit den mediterranen spanischen Einflüssen und einer Prise afrikanischer Gastronomie kombiniert werden. Die meisten Gerichte basieren auf Getreide, Hülsenfrüchten, tierischem Protein und Mehlprodukten, mehrheitlich also Reis, Bohnen, Fleisch und Brot. Da Costa Rica ein relativ kleines Land ist, finden sich an den meisten Orten dieselben Gerichte mit nur wenig regionaler Abweichung. Beliebt ist das Reisgericht Gallo Pinto, das zum Frühstück verzehrt wird, oder das beliebte Casado aus Reis, Bohnen und Fleisch.

Casado

Der Casado, dessen Name sich auf die ewige Verbindung zwischen seinen Zutaten bezieht, ist ein anderes sehr typisches Gericht aus Costa Rica. Es handelt sich um ein sehr komplettes, gemischtes Gericht, das eine Auswahl an vielen typischen Lebensmitteln der Region bietet, die auf verschiedene Weisen zubereitet werden, und wo es natürlich auf keinen Fall der Reis, die Bohnen und die frittierten Kochbananen fehlen dürfen. Gewürfelte Paprika und Tomaten, mit Zwiebeln oder einem Salat aus Kohl, Tomaten und Karotten ist die Beilage, die zusammen mit Schweinekotelett, Hähnchenfilet oder Fisch dieses typische Familiengericht ergänzt, das heutzutage in vielen Restaurants und gastronomischen Einrichtungen überall im Land zu finden ist.

Chan

Es handelt sich um ein Getränk, das aus Chan, oder Hyptis suaveolens, zubereitet wird, eine sehr gewöhnlich Pflanze in der Region. Viel in der präkolumbischen Ära verwendet, wurde sie von den Spaniern verbannt, da sie ihren Gebrauch mit heidnischen Sitten assoziiert haben. Nichtsdestotrotz hat die Tradition bis heute überlebt und so wird Chan als Basis für viele Erfrischungsgetränke und Eiscreme verwendet. Der Chansamen ist klein und sein Aroma ähnelt dem des Lavendels. Das Changetränk, etwas süß und zähflüssig, wird durch die Zugabe von Wasser zu den Samen gemacht.

Chorreadas

Eins der Markenzeichen der Kochkunst der “Ticas” sind die Chorreadas. Die Chorreadas sind Tortillas, die aus zartem Mais, Mehl, Milch, Eiern und Zucker zubereitet, angerichtet und in einem Comal gekocht werden, eine traditionelle Kochutensilie aus gebranntem Ton oder Keramik, die wie eine Pfanne auf Feuer erhitzt wird. Ihr Name kommt davon, dass der Teig der Tortillas ziemlich flüssig ist und im Comal ausläuft, was in Costa Rica als “chorreado (spritzend)” bezeichnet wird. Zusammen mit Cremespeisen wird es als ein Nachtisch serviert, obwohl wenn man bei der Zubereitung auf Zucker verzichtet und stattdessen geriebenen Käse nimmt, verwandelt es sich in ein salziges Gericht.

Costa-ricanischer Fleischtopf

Eine Mischung aus dem Präkolumbischen und dem Iberischen, gilt dieser Eintopf als das kreolische Gericht schlechthin in der costa-ricanischen Nationalküche. Er hat seinen Ursprung bei dem spanischen mittelalterlichen Eintopf, der als Olla Podrida bekannt ist, mit einer besonderen Tradition in Extremadura und Castilla y León. Generell mit weißem oder Achiote-Reis serviert, wird es aus Rindfleisch und einheimischen Gemüsesorten wie Chayote, Mais, Kürbis, Karotten, Zwiebeln, Kochbanane, Yucca, Kartoffeln, Ñampí (Taro), Tiquizque, Sellerie und Tacaco zubereitet.

Costa-ricanisches Ceviche

Der Ceviche ist ein weiteres traditionelles Gericht in vielen südamerikanischen Ländern an der pazifischen Küste, das im Grunde aus rohem mariniertem Fisch im Zitronendressing besteht. Die sauren Zitronen und Limetten werden am häufigsten für das Dressing verwendet, jedoch wurde es ursprünglich oft auch mit Orange gemacht. Dem Dressing werden auch Paprika, Chili, Senf und manchmal auch Koriander zugefügt. Die meist verwendeten Fischsorten bei den Ceviches sind Corvina und ein Süßwasserfisch, der Tilapia genannt wird, und kalt serviert, mit hinzugefügten Stückchen Avocado oder Mango, kann man an einem heißen tropischen Tag einfach nicht die Finger davon lassen.

Gallo Pinto

Auch als Pinto, Patrulla oder Burra bekannt, eins der typischsten Gerichte im Land ist der Gallo Pinto. Es handelt sich um ein universelles costa-ricanisches Gericht. Zubereitet auf einer Reis- und Bohnenbasis und mit Zwiebeln, süßem Chili und Koriander angerichtet, wird dieses Mischgericht mit afrikanischen Einflüssen zu jeder Tageszeit serviert. Es wird oft zum Frühstück oder gar bei allen drei Tagesmahlzeiten gegessen. Es kann mit vielen verschiedenen Beilagen serviert werden, wie zum Beispiel mit Eiern, Würstchen, Käse, Butter oder Kaffee. Einige Leute richten die Speise mit der Lizano-Soße an.

Guaro

Was Spirituosen angeht, die traditionellste ist der Guaro, eine Art Schilfschnaps, der seit dem 19. Jahrhundert in Costa Rica gebrannt wird, und der in vielen Cocktails verwendet wird, wie zum Beispiel der "Guaro Sour", mit Zitronensaft, Zucker, Colasyrup und viel Eis. Eine weitere beliebte Variante ist der "Chiliguaro", ein Mischgetränk aus diesem Schnaps, Tomatensaft, Tabasco, Zitrone und Salz.

Lizano-Soße

Die Lizano-Soße ist eine flüssige Mischung aus Gewürzen und Gemüse, die der englischen Worcestershire-Soße ähnelt. Mit kreolischen Zutaten zubereitet, ist es die costa-ricanische Soße par excellence. Es handelt sich um eine Flüssigkeit, deren Geschmack sich zwischen süß und sauer bewegt, deren Farbe der des Kaffees ähnelt, und die einen starken Hauch nach Gewürzen aufweist, wobei das Rezept geheim ist. Sie wird in vielen costa-ricanischen Gerichten verwendet, ob beim Kochen oder direkt auf die Speise gegeben. Oft benutzt man sie auch zum Verspeisen von allen möglichen Früchten: vor allem Mango und Äpfeln.

Rondón

Ein ähnliches Gericht, aber mit afro-antillischen Einflüssen, Rondón genannt. Sein Ursprung in der Karibik geht auf den afrikanischen Einfluss der Sklaven zurück, die nach Mittelamerika durch die europäischen Mächte nach der Ankunft von Columbus gebracht wurden. Es handelt sich um eine Suppe aus Fisch oder Meeresfrüchten, angebracht mit grünen Kochbananen, Kokosmilch, Gemüse, Knollenfrüchten, Paprika, süßem Chili und Gewürzen.

Tamal

Tamal hat seinen Ursprung bei den Ureinwohnern und wird im Großteil Mittelamerikas gegessen. Tamale, die generell aus einem Teig aus Maismehl bestehen, werden mit verschiedenen Kombinationen von Fleisch und Gemüse, Chilis und Früchten gefüllt, und dann in Bananen-, Mais-, Avocado- oder Agavenblätter eingerollt und auf Dampf gekocht. Die beliebteste costa-ricanische Variante besteht aus einer Mischung aus Maismehl, zerkleinertem Mais, Reis mit Achiote, Karotten, grünen Bohnen, Kichererbsen, Erbsen, Schweinefleisch, süßem Chili und Koriander.

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